Titelbild Streetfotografie Magazinbeitrag

Streetfotografie trifft auf Fotostudio - Der Fotograf mit den zwei Gesichtern

Von | in Inside Studioline |

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Street- und Studio-Fotografie – passt das überhaupt zusammen? Für den 36-jährigen Familienvater Daniel Lohner auf jeden Fall. Er arbeitet seit Juli 2017 in der Münchner Filiale von STUDIOLINE PHOTOGRAPHY in der Einkaufspassage “PEP”. Wenn er mal nicht für Familienfotos, Paarshootings, Businessfotos oder einem Babybauch-Shooting hinter der Kamera steht, ist er in den Straßen von München unterwegs. Streetfotografie nennt sich sein Hobby, das für ihn pure Freiheit und Kreativität bedeutet. Im Interview verrät der 36-Jährige, was für ihn das Besondere an diesen beiden Seiten der Fotografie ausmacht.

Daniel, du bist in deiner Freizeit mit deiner Kamera viel auf der Straße unterwegs - Was bedeutet "Streeten" eigentlich genau?

Daniel Lohner Studioline Photography

Daniel: Die Streetfotografie ist fast genauso alt wie die Fotografie selbst. Mit den ersten tragbaren Kameras waren schon die früheren Fotografen in den Straßen unterwegs, um Alltagsszene, Gebäude und vor allem die Menschen im Bild festzuhalten. Die Streetfotografie beschränkt sich aber nicht nur auf die Straßen selbst. Es geht vielmehr darum, Momente im Hier und Jetzt mit der Kamera einzufangen.

Was macht für dich dabei den Reiz aus?

Daniel: Man weiß eigentlich vorher nie genau, was einen erwartet und was man fotografieren wird. Das ist spannend – jedes Mal aufs Neue. Ich sehe durch meine Kamera Dinge, denen ich vorher vielleicht nicht so viel Beachtung geschenkt habe. Durch die Kamera wirkt vieles noch einmal ganz anders.

Hast du ein Lieblingsmotiv oder einen Lieblingsort, an dem du fotografierst?

Daniel: Meistens ziehe ich durch die Straßen Münchens. Hier gibt es immer wieder Neues zu entdecken: viele spannende Menschen aber auch immer neue Gassen, die ich vorher noch nie gesehen habe. Dabei schaue ich besonders nach Motiven mit starken Kontrasten. Ich liebe die Schwarz-Weiß-Fotografie. Ich versuche mit meinen Bildern mit so wenig wie möglich so viel wie möglich zu sagen.

Wie bist du überhaupt zu STUDIOLINE PHOTOGRAPHY gekommen?

Daniel: Über STUDIOLINE hatte ich bisher nur Gutes gehört. Als Familienvater habe ich mich nach einer festen Anstellung gesehnt und STUDIOLINE konnte mir einen sicheren Arbeitsplatz bieten, der mir einen geregelten Tagesablauf gleichzeitig aber auch viel Raum für Kreativität bietet. Als Studio-Fotograf ist man natürlich durch die festgelegten Shootings in gewisser Weise eingeschränkt, aber eben nur bis zu einem bestimmten Grad. Ich kann in die Shootings meine eigenen Ideen einbringen und immer wieder Neues ausprobieren. Das macht mir unglaublich viel Spaß und den Reiz an der Arbeit aus.

Wo liegt für dich der große Unterschied? Was macht das Besondere im Studio gegenüber der Straße aus?

Daniel: Die People-Fotografie ist eine der schwierigsten Formen der Fotografie, die ich unbedingt gut meistern möchte. Größter Unterschied ist für mich, dass ich im Studio Face-to-Face mit den Menschen zu tun habe. Das ist gleichzeitig die größte Herausforderung aber auch Besonderheit für mich. Bei Paarshootings, Bewerbungsfotos oder Familienfotos lernt man viele spannende Menschen kennen, auf die man sich jedes Mal wieder neu einstellen muss. Auf der Straße habe ich weniger Kontakt zu Menschen. Auch wenn ich überall von ihnen umgeben bin. Ich warte manchmal zum Beispiel sehr lange, bis ein Mensch auf einer bestimmten Linie an mir vorbeigeht.

Was meinst du, muss ein guter Studio-Fotograf mitbringen? Was macht einen guten Studio-Fotografen aus?

Daniel: Auf jeden Fall sollte man ein echter Teamplayer sein. Ein hohes Maß an Flexibilität und Kreativität ist natürlich ein Muss. Außerdem sollte jeder Studio-Fotograf sehr gut mit Menschen umgehen können. Schließlich hat man bei den Fotoshootings immer mit ganz unterschiedlichen Personen zu tun. Sich auf jeden individuell einzulassen und jedem einzelnen ein gutes Gefühl zu geben – egal ob beim Business-Shooting, bei Passfotos oder beim Akt-Fotoshooting: Das muss der Fotograf können. Dabei sollte man immer gute Laune an den Tag legen. Als Fotograf ist man in gewisser Weise ja auch Entertainer.

Räumliches Denkvermögen spielt als Studio-Fotograf ebenfalls eine große Rolle. Zwar bieten die Studios dieselben Shootings an und benutzen dieselben Requisiten – trotzdem sieht jedes Studio dann doch wieder ganz anders aus. Da muss man als Fotograf schnell schalten und die eigenen Ideen umsetzen können. Hier ist Kreativität gefragt.

Was verbindest du generell mit der Fotografie?

Daniel: Für mich bedeutet Fotografie pure Freiheit. Ich kann meiner Fantasie freien Lauf lassen, mich austoben – und das gilt längst nicht nur fürs Streeten. Kein Shooting gleicht dem anderen und immer ist man als Fotograf gefragt, Ideen einzubringen und eben kreativ zu sein. In meiner Freizeit ist das Fotografieren auch eine Art Ruhepol. Bei der Makrofotografie warte ich manchmal stundenlang auf ein bestimmtes Motiv. Das macht mir aber gar nichts aus – ganz im Gegenteil: Ich kann dabei entspannen. Ich gehe lieber einen Tag fotografieren, als 20 Geschenke an Weihnachten zu bekommen.

Seine Bilder präsentiert Daniel unter seinem Künstlernamen Danivision_foto auch auf Instagram!

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