Titelbild vom Fotomuffel zum Blickfang

Vom Fotomuffel zum Blickfang – Werde fotogen in sechs Schritten

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Models beherrschen es nahezu im Schlaf, Stars und Sternchen knipsen es wie auf Kommando an und auch bei deiner besten Freundin leuchtet es auf jedem Foto: die Rede ist vom perfekten Lächeln. Wie machen die anderen das nur? Das ist eine von vielen Fragen, die wir uns automatisch stellen, wenn wir mal wieder auf einem Selfie oder Gruppefoto nicht mit uns zufrieden sind. Auf Fotos gut aussehen, ist alles andere als leicht. Mit den folgenden Tipps kann dabei aber nichts schief gehen. Probiere es aus und du wirst überrascht sein, wie du mit ein paar Kniffen zum Hingucker auf jedem Foto wirst.

Egal ob mit der Smartphone-Kamera, dem Tablet oder professionell im Studio, fotografieren und fotografiert werden ist fester Bestandteil unseres Alltags. Das mobile Zeitalter und die damit einhergehende Technik wir von uns dankbar genutzt, um die schönsten Momente in unserem Leben immer und überall für die Ewigkeit festzuhalten. Wenn wir dann später die Aufnahmen betrachten, kommt der glückliche Augenblick, den sie festhalten, für eine Sekunde wieder zurück. Doch warte, was machst du auf dem Bild für ein komisches Gesicht? Zukünftig musst du dich mit diesem Gedanken nicht mehr plagen. Wir geben dir diese sechs Tipps an die Hand, mit denen du in Zukunft auf Fotos besser aussehen wirst:

• Wie du deine Schokoladenseite herausfindest
• Was du bei der Wahl der Kleidung beachten musst
• Welche Perspektive dir schmeichelt
• Wie du die richtige Körperhaltung einnimmst
• Was du beim Posieren beachten musst
• Wie du es schaffst, auf Fotos natürlich zu lächeln

Drei Mädels bei einem Freunde Fotoshooting

Rechts oder Links – jeder hat seine persönliche Lieblingsseite

Cara Delevingne hat sie, Rihanna hat sie und du hast sie auch – eine Schokoladenseite. Welche das bei dir ist, fragst du dich? Kein Problem, mit diesem einfachen Trick findest du sie schnell heraus: Bitte eine Freundin/einen Freund darum, Bilder aus verschiedenen Perspektiven und Distanzen von beiden Körperhälften – also rechts und links – zu machen. Dabei hilft es, möglichst verschiedene Gesichtsausdrücke auszuprobieren. So ein privates Fotoshooting macht Spaß und hilft dir zu entdecken, von welcher Seite du dich lieber ansiehst. Anschließend betrachtet ihr gemeinsam die Fotos und entscheidet, welche Seite euer Favorit ist.

Klassisch-stilvoll oder leger? Das richtige Outfit für das richtige Motiv.

Vor der Entscheidung für den richtigen Look steht die Frage nach dem Anlass: Möchtest du dich auf Bewerbungsfotos von deiner professionellen Seite zeigen, um endlich den Traumjob klar zu machen? Oder planst du mit den besten Freunden ein Fotoshooting? Hör am besten auf dein Bauchgefühl und wähle Kleidung, in der du dich wohlfühlst – nur so wirkst du am Ende auf dem Foto natürlich. In jedem Fall gilt es auf wilde Muster wie Karo oder Querstreifen zu verzichten.

Hinsichtlich der Farbwahl deiner Kleidung bist du auf der sicheren Seite, wenn du Rot, Weiß und Schwarz. Rot kann auf hellere Farbtöne abstrahlen, sodass weiße Teile auf Aufnahmen schnell rosa aussehen. Die Kamera verstärkt Kontraste und fokussiert sich auf die weißen oder schwarzen Bildbereiche, weshalb die Bilder zu dunkel oder zu hell geraten. Mit Grün und Brauntönen dagegen schmeichelst du deiner Haut. Bei Gruppenfotos solltet ihr euch vorab austauschen, um euch auf eine ungefähre Kleiderordnung zu einigen.

Die ideale Perspektive: mit der Kamera auf Augenhöhe

Fotogen werden ist keine Hexerei, es kommt viel mehr auf eine Vielzahl von kleinen Details an. Eines davon ist die richtige Perspektive. Sicher hast du schon einmal die Erfahrung gemacht, dass selbst körperlich kleine Menschen von unten fotografiert groß wirken. Ein Trick, der auch in Film und Fernsehen gerne genutzt wird. Von oben, von unten oder seitlich – die Position der Kamera entscheidet. Für die richtige Perspektive gilt: von unten fotografiert wirkst du massiger und dein Kinn erscheint breiter. Leicht von oben fotografiert können die Proportionen deines Gesichtes verzerren, Kinn und Nase sehen länger sowie auch spitzer aus. Für die ideale Perspektive solltest du mit dem Gesicht auf Augenhöhe mit der Kamera sein.

Buckel sind für die Katz – den Körper auf Spannung halten

Schnelle Schnappschüsse und Selfies haben einen festen Platz in unserem täglichen Leben. Sie sind so selbstverständlich, dass du dir kaum Gedanken über deine Körperhaltung machen wirst, wenn du den Auslöser drückst. Anders ist es mit einem professionellen Fotoshooting. Die Situation in einem fast leeren Fotostudio einem fremden Fotografen gegenüber zu stehen, ist ungewohnt und sorgt für Anspannung. Nun gilt es Haltung zu bewahren und deinen Körper auf Spannung zu halten. Nimm die Schultern nach hinten und strecke den Rücken durch, sodass du in ein leichtes Hohlkreuz kommst – Bauch einziehen nicht vergessen! So einfach wirst du auf Fotos besser aussehen. Schuhe mit hohen Absätzen unterstützen dich dabei.

Noch ein Tipp aus der Modelbranche gegen das gefürchtete Doppelkinn: Oberkörper nach vorne lehnen und den Hals dabei leicht strecken. Das Kinn etwas senken und durch den Mund ein- und ausatmen. Das sorgt für einen entspannten Blick und fiese Falten unter dem Kinn gehören der Vergangenheit an. Übe diesen Trick vorab vor dem Spiegel, um ihn sicher zu beherrschen. Das mag sich anfänglich komisch anfühlen, wirkt aber auf Fotos Wunder.

Frau mit sexy Blick

Ganzkörper oder Kopfportrait? Je mehr Körper, desto weniger Ausdruck.

Sei doch mal spontan! Was ein gut gemeinter Rat sein soll, hilft dir vor der Kamera leider gar nicht weiter – speziell wenn es um die Frage nach einer passenden Pose geht. Wir geben dir lieber ein paar Grundregeln mit auf den Weg und liefern Inspiration für den nächsten Schnappschuss. Auch für die passende Pose solltest du den Verwendungszweck der Bilder bedenken. Dabei gilt: je kleiner das Gesicht auf dem Foto zu sehen ist, desto weniger ausdrucksstark wirkt es. Indem du deinen Kopf zur Seite drehst, erscheint die Region um Augen und Wangenknochen vorteilhafter. Ein direkter Blick hingegen wirkt aggressiver und offenbart kleine Makel, wie eine breite Stirn oder eine große Nase.

Nun noch ein paar Posing-Ideen, mit denen du auf Fotos gut aussehen wirst:

Ein seitlicher Blick über die Schulter verleiht dir einen dynamischen Touch, während persönliche Schwachstellen kaschiert werden.

• Bei Frauen bringen überkreuzte Beine die weiblichen Rundungen gut zur Geltung – Männer bekommen durch zurückgenommene Schultern ein breiteres Kreuz und sorgen damit für bewundernde Blicke.

• Wohin mit den Händen auf einem Foto? Dieses Problem löst du, indem du sie leicht auf den Hüften ablegst. Alternativ kannst du Hilfsmittel wie Hosenträger oder deinen Gürtel nutzen.

• Indem du deine Hände in die Hosentasche schiebst, entspannst du automatisch deinen Oberkörper. Sieh dir den tollen Effekt im Spiegel an!

• Insbesondere bei Gruppenfotos oder Aufnahmen zu zweit sind Accessoires eine tolle Idee. Egal ob Schals, Hüte, Taschen oder Brillen – erlaubt ist, was Spaß macht!

Kurz vor dem Klick – Smile you’re on camera!

Bis hierhin hast du alle Hürden super gemeistert. Schokoladenseite: check! Top-Outfit: check! Ideale Perspektive, Körperhaltung und Make-up: check! Aber halt, bevor wir auf den Auslöser drücken, müssen wir dir noch ein Strahlen ins Gesicht zaubern. Für viele ist der Gesichtsausdruck das, was sie auf dem Weg zum makellosen Foto am meisten herausfordert. So banal es klingt, hier musst du versuchen abzuschalten und dein natürlichstes Lächeln zu präsentieren – alles andere wirkt künstlich. Entspanne deine Gesichtsmuskeln und rufe dir eine schöne oder komische Situation aus der Vergangenheit wieder vor Augen. So entsteht ein Gesichtsausdruck, bei dem auch deine Augen mitlachen und den auch deine Freunde als für dich typisch wiedererkennen werden.

In einer ungewohnten Situation, wie beispielsweise einem Fotoshooting, fällt ein natürliches Verhalten oft schwer. Dann kann es helfen, wenn du mit dem Fotografen plauderst. Sei nicht schüchtern, wenn er mit dir über Hobbies, Geschmäcker oder den letzten Wochenendausflug sprechen möchte. Das entspannt die Atmosphäre und lockert dich auf. So fällt es dir leichter du selbst zu sein und deinem neuen Lieblingsfoto steht nichts mehr im Weg.

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