Frühlingswiese

Von Bienen, Blumen und dem Erwachen der Natur: 5 Tipps für erfrischende Frühlings-Fotografie

Von | in Shooting Tipps |

(19 Bewertungen)

Auf den Winter folgt der Frühling. Mit dem Wechsel der Jahreszeiten ändern sich auch die Motive, die du als Fotograf ins Visier nimmst. Sprießende Blumen und vergnügte Insekten treten an Stelle von Eiskristallen und schneebedeckten Landschaften. In der aufblühenden Natur kannst du so viel fotografieren, dass es kaum auf eine Speicherkarte oder Filmrolle passt. Damit dir die gewünschten Frühlings-Fotos bestmöglich gelingen, haben wir fünf Tipps für dich zusammengestellt.

Tipp 1: Was passende Motive für Frühlings-Fotos sind und wo du sie findest

Wenn du daran denkst im Frühling zu fotografieren, kommt dir sicherlich zuerst die Blumen-Fotografie in den Sinn. Die wiedererwachende Natur bietet aber noch weitaus mehr: verwunschene Waldlichtungen, auf denen sich Insekten tummeln oder die aufgehende Sonne über einer taubedeckten Wiese. Alles, was nach dem zurückliegenden Winter Lust auf Sonne und Leben macht, hat ein Foto verdient. Nutze naheliegende Gärten, Parks, Wälder und Felder in der unmittelbaren Nähe und knipse einfach drauflos. Alternativ können dir auch Zimmerpflanzen oder Blumensträuße für Frühlings-Fotos dienen.

Tipp 2: Wie du dich ideal auf die Frühlings-Fotografie vorbereitest

Mit dem schwindenden Winter und den ersten Sonnenstrahlen schmilzt der Schnee. Das bedeutet für dich, dass dir vielerorts feuchte Untergründe begegnen, wenn du auf Entdeckungstour in Feldern und Wälder unterwegs bist. Auf der Jagd nach dem perfekten Foto musst du dich deinem Motiv oft bis auf wenige Zentimeter nähern. Zieh dir also feste Schuhe und robuste Kleidung an, um keine feuchten Überraschungen zu erleben. Die schönste Blume steht selten direkt am Wegesrand.

Eine Plastiktüte oder Isomatte im Gepäck erlaubt es dir, die Perspektive jederzeit zu wechseln und kniend, sitzend oder liegend tolle Blumenbilder auf Augenhöhe zu machen. Damit diese nicht verwackeln oder unscharf werden, nutzt du am besten ein Stativ. Aber Vorsicht: Insekten und andere Tiere warten nicht, bis das Stativ steht. Du musst also schnell sein oder aus dem Anschlag abdrücken.

Tipp 3: Wie du mit dem Makromodus perfekte Blumenbilder schießt

In der Blumen-Fotografie geht es hauptsächlich um Details. Diese hältst du am besten mit Makroaufnahmen fest. Gängige Kameras und Smartphones verfügen über einen speziellen Makromodus. Dieser erfordert jedoch, dass man sehr dicht an das Motiv herangeht. Hier musst du auf die Nahgrenze – also den Mindestabstand zum Fokussieren – achten, damit deine Aufnahmen nicht verschwommen wirken. Noch schönere Bilder machst du, wenn du ein Makroobjektiv verwendest. Alternativ kannst du auch Zwischenringe oder Nahlinsen nutzen, wenn ein Objektiv aus Kostengründen nicht in Frage kommt.

Damit deine Blumenbilder besonders gelingen, solltest du in die Knie gehen und die Blüte von unten fotografieren – so wirken Krokusse, Narzissen und Tulpen dominanter. Gerade bei lebendigen, sich bewegenden Motiven wie Insekten, solltest du in den Serienmodus wechseln, um am Ende das beste Foto auswählen zu können. Spiele dabei mit der Schärfe, um die geringe Tiefe des Makromodus optimal auszunutzen.

Tipp 4: Das richtige Timing für Licht und Motiv

Wenn die Tage wieder länger werden, verschieben sich auch die Zeiten, zu denen die Sonne auf- oder untergeht. Als Fotograf auf der Suche nach tollen Außenaufnahmen, spielt das Licht für dich eine besondere Rolle. Das beste Licht für Frühlings-Fotos bietet sich am Morgen, wenn der Tau noch auf den Blättern liegt oder kurz vor dem Sonnenuntergang. Die Lichtsituation zu diesen Tageszeiten nennt man „Goldene Stunde“. Dann werden Blumen, Wiesen und Felder von einem warmen, weichen Sonnenlicht überflutet. Indem du die Uhrzeit für Sonnenauf- wie -untergang beobachtest und dokumentierst, kannst du deine Fotoausflüge vorausplanen, um genau den richtigen Sonnenstand abzupassen.

Hast du dir die Blüte einer bestimmten Pflanze als Motiv ausgesucht? Dann ist ein gutes Timing ebenfalls wichtig. So solltest du die Blütezeiten sorgfältig recherchieren und in einem Fotokalender festhalten. Einige Bäume, wie zum Beispiel die Kirsche, blühen nur wenige Tage und verwandeln dabei das ansonsten schlichte Geäst in ein weißes Blütenmeer.

Tipp 5: Was ein gutes Frühlings-Foto ausmacht

Mädchen mit Blumen

Nach den kalten Wintermonaten bist auch du sicherlich begierig auf bunte, frische und verträumte Eindrücke. Genau das ist es, was ein gutes Frühlingsbild ausmacht – es soll dem Betrachter ein Gefühl von Liebe, Leichtigkeit und Freiheit vermitteln. Dabei ist der Grat zwischen ‚genau richtig‘ und ‚kitschig‘ sehr schmal. Deswegen solltest du darüber nachdenken, die Sättigung von sehr knalligen Bildern in der Nachbearbeitung zu reduzieren oder direkt in Schwarz-Weiß abzulichten. Frühlings-Fotos sind hell, freundlich und natürlich – sollten also nicht zu gestellt wirken. Die Sonne steht symbolisch für den Wiederbeginn eines neuen Jahreszyklus. Sie sollte auf einem frühlingshaften Bild nicht fehlen.

Du überblickst lieber den ganzen Frühling? Panoramaaufnahmen sind eine Technik, die sich für die Frühlings-Fotografie besonders gut eignet. Mittlerweile haben fast alle Kameras und Smartphones einen entsprechenden Modus. Hier kannst du viele tolle Motive gleichzeitig ablichten und sie zu einem großen Ganzen zusammenfügen. Probiere es aus, es wirkt einfach toll!

Mit diesen fünf Tipps bist du bestens gerüstet für die anstehenden, aufregenden Fotoabenteuer. Und jetzt nichts wie die Kamera in die Hand genommen und raus ins Freie. :-)

Hat dir der Artikel gefallen? Jetzt Bewerten!