Foto Trends 2017

Neues Jahr, neue Trends – was 2017 in der Fotografie angesagt ist

Von | in Foto-Trends |

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Ein Mensch und eine Kamera, mehr braucht es nicht. Beides zusammen bietet Potenzial für unendliche Möglichkeiten, denn Bilder sagen mehr als 1.000 Worte. Um Kunstwerke entstehen zu lassen fehlt nur noch eines: die nötige Inspiration. Während Picasso sich noch von verschiedenen Musen – meist Frauen aus seinem engeren Umfeld – zu kreativen Höchstleistungen anregen ließ, erfüllen in unserer modernen Gesellschaft oft Trends diese Rolle. Manche sind im Nu wieder vorbei, andere halten sich länger und erreichen epochale Ausmaße. Welche Foto-Trends dich 2017 erwarten, wollen wir dir in diesem Artikel vorstellen.

Perfekt unperfekt – Vintage-Fotografie setzt auf die Natürlichkeit der Situation

Ob Hippiekleid, Holland-Rad oder Hollywoodschaukel: Die Vintage-Fotografie erweckt alte Schätze zu neuem Leben. Dabei ist alles willkommen, was reduziert und natürlich wirkt. Deshalb solltest du in puncto Styling und Outfit auf Minimalismus setzen. Kaschiere kleine Hautmakel und beschränke dich hinsichtlich Kosmetik auf etwas Wimperntusche. Die zusätzliche Verwendung eines Pflegestifts verleiht deinen Lippen Glanz und sorgt für einen tollen Effekt auf den Bildern. Genau wie der übrige Look muss die Frisur nicht perfekt gestylt sein: aufwendige Hochsteckfrisuren solltest du vermeiden und stattdessen auf einen schlichten Flechtzopf oder eine Blume im leicht gebürsteten Haar setzen.
Auch bei der Kleiderwahl gilt: Keep it simple! Ältere Schnittmuster, Pastelltöne und wenig bis kein Schmuck sind das Rezept für dein einmaliges Vintage-Foto.

Ein Vintage-Foto entsteht am besten aus einer dynamischen Situation – Fotograf und Motiv bewegen sich umeinander, lachen und albern herum. Dabei entstehen viele Fotos aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Während der Aufnahmen ist es wichtig, dass du auf natürliche Lichtquellen zurückgreifst. Naheliegend sind daher Aufnahmen in der Natur oder an hellen Orten in Gebäuden – wie beispielsweise an Fenstern. Vintage-Stil-Aufnahmen sind oft leicht überbelichtet. Es schadet also nicht, wenn das Licht direkt in die Kamera scheint. Um deinen Bildern den klassischen, verträumten Touch zu verleihen, der für diesen Foto-Trend typisch ist, kannst du auch mit verschiedenen Filtern experimentieren. Indem du einen Unschärfe-Filter über den Hintergrund legst oder eine Vignettierung einsetzt, lässt du deine Bilder altmodisch wirken und schaffst damit die charakteristische Vintage-Optik.

Schwarz vs. Weiß: Kontrast von Licht und Schatten

Babybauch mit Kuscheltier sw

Zeitlos schön und von klassischer Eleganz, ist die Schwarz-Weiß-Fotografie eine der beliebtesten Techniken unter Fotografen. Anders als bei anderen Stilrichtungen liegt der Fokus hier nicht auf Farben und Hintergründen, sondern auf dem Zusammenspiel von Licht, Schatten und dem daraus entstehenden Kontrast. Insbesondere Linien, Formen, Strukturen und die Anordnung des Bildes werden somit umso bedeutender, wenn du ein beeindruckendes Ergebnis erzielen willst. Die reduzierte Optik rückt Model und Situation in den Mittelpunkt, da keine Farben den Betrachter ablenken. Mit dieser Methode kommt zum Beispiel ein Babybauch sehr gut zur Geltung.

An gängigen Kameras und auch bei vielen Smartphones kannst du die Einstellung Monochrom festlegen, sodass Bilder direkt in Graustufen aufgenommen werden. Das macht es dir leichter, bereits während des Fotoshootings festzustellen, ob du das richtige Motiv gewählt hast. Dennoch solltest du die Aufnahmen anschließend etwas nachbearbeiten und einen Rot-Filter darüber legen. So wird die Haut aufgehellt und das Bild erfährt eine natürliche Weichzeichnung, was auch Himmel und Wolken hervorhebt und ihnen eine dramatische Optik verleiht. Um deinen Bildern noch mehr aufregende Spannung zu geben, kannst du auch mit der Belichtung spielen und sogenannte Highkey- (überbelichtet) und Lowkey- (unterbelichtet) Effekte einsetzen. Mit etwas Fingerspitzengefühl arrangierst du so dein neues Lieblingsfoto, das garantiert für Bewunderung in deinem Bekanntenkreis sorgen wird.

Schottenkaro meets Animal-Print: Muster & Hintergründe in Szene gesetzt

In der Zeit der Highland-Clans dienten sie dazu, die Abstammung und Zugehörigkeit eines Hochland-Schotten zu bestimmen. Heute sind sie Textil-gewordenes Stilmittel und aus der Mode kaum mehr weg zu denken. Die Rede ist von Karo-Mustern. Dieses und viele andere Designs, wie beispielsweise Animal-Print oder Hahnentritt, sind aber vor allem eines: auffällig und prominent. Perfekt also, um für einen Foto-Trend prägend zu sein.

Frau mit buntem Shirt vor schwarzem Hintergrund

Damit extravagante Muster ihre volle Wirkung entfalten können, setzt du sie idealerweise vor minimalistischen Hintergründen ein. Möchtest du dich zum Beispiel vor einer knallig-türkisen Wand ablichten, solltest du auf ein einfarbiges und dezentes Outfit setzen. Alternativ kannst du auch gemusterte Kleidung einsetzen, jedoch sollte deren Schema nicht zu fein sein und ebenfalls die Hintergrundfarbe enthalten. Willst du mit den eingesetzten Mustern oder Farben nicht zu sehr von dir ablenken, kannst du den Hintergrund unscharf stellen, um ihn etwas abzumildern.

Tattoo-Fotografie: Körperkunst perfekt inszenieren

Nicht nur die Frage, ob Tattoos ästhetisch sind oder nicht, auch die Motivwahl polarisiert und ist Geschmackssache. Richtig inszeniert gibt Tinte unter der Haut aber definitiv ein tolles Motiv für Fotos ab. Die Frage ist nur: Wie setzt du Tattoos richtig in Szene? Wir empfehlen dir, das Motiv in den Fokus zu rücken. Um nicht vom Wesentlichen abzulenken, solltest du auffällige Kleidung sowie komplizierte Muster vermeiden. Ein einfarbiger Hintergrund hingegen kann besonders catchy wirken, wenn er eine Farbe ist, die auch in deinem Tattoo dominiert.

Anders als in der Portraitfotografie, kommt es beim Ablichten deiner Tattoos nicht zwingend auf ein strahlendes Lächeln in deinem Gesicht an. Versuche während der Aufnahmen dein bestes Pokerface aufzusetzen und schau, wie du damit auf den Fotos aussiehst. Neutrale Gesichtsausdrücke verleihen dem Foto eine klassische Erhabenheit. Möchtest du das Hauptaugenmerk noch mehr auf dein Tattoo lenken? Dann wende dein Gesicht von der Kamera ab oder wähle den Bildausschnitt so, dass nur die bemalte Köperstelle zu sehen ist. Wichtig ist außerdem, dass du dein Kunstwerk richtig beleuchtest – am besten mit indirektem Licht. So verhinderst du, dass deine Haut auf dem Foto glänzt.

Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft – mit 3D-Fotografie zum Mini-Ich

Nur wenige Zentimeter groß, aber täuschend lebensecht. In der 3D-Fotografie wird mit Hilfe eines 360-Grad-Scans eine detailreiche Miniaturfigur von dir angefertigt. Die Aufnahme selbst dauert nur wenige Sekunden. Dabei werden von allen Seiten mehrere Fotos von dir geschossen, die anschließend in einem aufwendigen Renderingverfahren zu einer 3D-Figur zusammengerechnet werden. Nachdem ein spezieller 3D-Drucker dein Mini-Ich ausgedruckt hat, wird dieses in einem finalen, spezialisierten Verfahren koloriert und veredelt. Damit der Wow-Effekt möglichst groß ausfällt, solltest du zum 3D-Fotoshooting kräftige Farben tragen und dir vorab eine für dich typische Haltung überlegen. Für diese können dir deine Freunde sicherlich gute Tipps geben. So verleihst du deiner Figur einen für dich passenden Charakter und sie wirkt später umso lebensechter. Wie das Ergebnis aussehen kann, erfährst du auf unserer 3D-Fotoshooting Themenseite, hier auf www.studioline.de.

Frau mit ihrer eigenen 3D Figur
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