Wie funktioniert das 3D-Fotoshooting von STUDIOLINE PHOTOGRAPHY? Patrick Perret verrät im Interview Details zum neuen Trend

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Seit der Erfindung der Fotografie im 19. Jahrhundert lieben wir Menschen es, Erinnerungen auf Bildern festzuhalten und uns mit ihrer Hilfe Freunde oder Verwandte ins Gedächtnis zu rufen. Ein aufblühender Trend, die 3D-Fotogrammetrie, macht diese Erfahrung für dich noch greifbarer, indem sie eine dreidimensionale Figur deiner selbst erschafft. Wie diese Einzelstücke entstehen und was ein 3D-Fotoshooting ausmacht, verrät dir Patrick Perret, Geschäftsführer Marketing bei STUDIOLINE PHOTOGRAPHY, im folgenden Interview.

Figur mit pinker Muetze auf Strasse

Redaktion: Wie kam man bei STUDIOLINE PHOTOGRAPHY auf die Idee, ein 3D-Fotoshooting anzubieten? Was gab den Anstoß dazu?

Patrick: Bei STUDIOLINE PHOTOGRAPHY beschäftigen wir uns mit den neuesten Trends. Bereits als die ersten Systeme zur Erstellung von 3D-Figuren vor etwa drei bis vier Jahren auftauchten, haben wir uns die verschiedensten Verfahren genau angesehen und regelmäßig getestet, um zu entscheiden, welches System für uns in Frage kommen könnte. Seit circa neun Monaten bieten wir nun diese Art des Fotoshootings an und konnten damit unser Angebot abrunden. Selbstbilder und Porträts sind das, wofür wir hier bei STUDIOLINE PHOTOGRAPHY leben – schöne Erinnerungen zu schaffen, damit die Vergangenheit lebendig bleibt. Anhand der Nachfrage unserer Kundschaft sehen wir, dass uns dies mit den 3D-Aufnahmen bisher sehr gut gelingt. Männer, Frauen, Kinder oder ganze Familien kommen zu uns, um ihre eigene, unverwechselbare Figur zu erhalten.

Redaktion: Warum ist diese Art des Fotoshootings so besonders?

Patrick: Zum einen haben wir hier eine sehr präzise, anspruchsvolle Aufnahmetechnik sowie eine sehr professionelle und detaillierte Aufbereitung der Bilder, die aus vielen einzelnen 2D-Aufnahmen eine einzigartige 3D-Figur entstehen lässt. Zum anderen gibt uns die Technik die Möglichkeit, unseren Kunden in einer 360 Grad Ansicht darzustellen, was auch für ihn ein ganz neues Erlebnis ist. Durch bestimmte Posen und Accessoires, die Haltung und die Mimik der Person erhält die Figur ihre Einzigartigkeit und der Kunde ein unverwechselbares Abbild – einfach eine atemberaubende Erfahrung.

Redaktion: Wie darf sich der Kunde den Ablauf eines solchen 3D-Fotoshootings vorstellen?

Patrick: Das eigentliche Fotoshooting dauert nur wenige Sekunden – mit dem Finden der richtigen Pose sind es höchstens Minuten. Die Aufnahmen werden in einem separaten 3D-Fotostudio mit 74 Kameras gemacht, die kreisförmig genau auf das Model ausgerichtet sind und aus allen Perspektiven 3D-Aufnahmen machen. Wichtiger ist aber die Vorbereitung. Nachdem der Kunde einen Termin vereinbart hat, sollte er sich von unseren Studiomitarbeitern beraten lassen und eventuelle Wünsche äußern. Dabei erläutern ihm die Kollegen auch, wie es zu einem möglichst beeindruckenden Ergebnis kommt. Beispielsweise sind Kleidungsstücke in knackigen Farben und Accessoires wichtig, um einen tollen Effekt zu erzielen und die Figur nicht neutral oder leblos erscheinen zu lassen. Zwei bis vier Wochen nach dem Fotoshooting kann der Kunde die eigene 3D-Figur dann in Händen halten.

Redaktion: Wie entsteht aus mehreren 2D-Fotos eine 3D-Figur?

Fertigungsmasse fuer Figuren

Patrick: Nachdem das System die Rohdaten der 74 Kameras erfasst hat, wird daraus mit Hilfe einer speziellen Computer-Software eine digitale Figur errechnet. Diese ist zuerst noch sehr grob und unsauber – ein Rohling sozusagen. Im nächsten Arbeitsschritt werden viele Details präzise herausgearbeitet und möglichst originalgetreu verfeinert. Das digitale Miniatur-Ich wird dann an einem 3D-Drucker ausgegeben. Hier entsteht durch den Farbauftrag in einem gipsartigen Pulver eine maßstabsgetreue Figur. Nachdem diese von Rückständen befreit, poliert und mit einer haltbarkeits-steigernden Flüssigkeit überzogen wurde, sieht sie ihrem menschlichen Vorbild zum Verwechseln ähnlich. Egal ob im Maßstab 1:24 oder 1:5, wird sie dem Kunden noch lange Freude bereiten.

Redaktion: Gibt es bereits Ideen, das 3D-Fotoshooting weiter zu entwickeln? Was dürfen Kunden zukünftig erwarten?

Patrick: Aufgrund der hohen Nachfrage planen wir das 3D-Angebot auszuweiten und auch im mobilen Bereich einzusetzen. Die Technik bietet aber auch Potenziale anderer Art: so könnte die eigene 3D-Figur auch digital genutzt werden, als Avatar in sozialen Netzwerken oder Spielen.

Redaktion: Wie unterscheidet sich das 3D-Angebot von STUDIOLINE PHOTOGRAPHY gegenüber dem Wettbewerb?

Patrick: Gemessen am Alter dieser noch relativ jungen Technologie verfügen unsere Mitarbeiter bereits über viel Erfahrung mit deren Umgang. Das zeigt sich darin, dass wir die Kunden optimal beraten und betreuen können, indem wir das 3D-Fotoshooting voll in unser übriges Angebot integriert haben. Auch der Ablauf ist für sie komfortabel und unkompliziert. Die Kameras unserer Fotogrammetrie-Systeme frieren das Motiv sozusagen ein. Dadurch müssen die Personen, für die eine Figur erstellt werden soll, nicht zu lange in ihrer Pose verharren, wie es oft bei anderen Systemen der Fall ist. Das spart auch Zeit, wodurch die Dauer des Shootings verkürzt und die Verfügbarkeit der 3D-Aufnahmen insgesamt verbessert wird. Darüber hinaus punkten unsere Figuren bezüglich ihrer Authentizität und ihres Wiedererkennungswertes. Das liegt an unserer professionellen Nachbearbeitung.

Redaktion: Zum Abschluss vielleicht noch ein Schmunzler: Was war das lustigste Accessoire, das zu einem Fotoshooting mitgebracht wurde?

Patrick: Unsere Kunden sind sehr kreativ, was ihre Vorstellungen für eine eigene 3D-Figur angeht. Wir hatten schon Anfragen mit vielen guten Ideen: Oldtimerfreunde mit Kutte und Brille, Fußballfans im Dress ihres Lieblingsvereins, Schwangere oder auch Hochzeitspaare. Meine persönlichen Favoriten waren ein Feuerwehrmann in voller Montur sowie ein Herr in mittelalterlich wirkender Verkleidung, mit einem sehr eindrucksvollen Gewehr als Accessoire. Aufgrund der einmaligen und markanten Aufmachung waren die daraus entstandenen Figuren echte Augenmagneten. Wir freuen uns darauf, in Zukunft noch viele dieser Unikate mit unseren Kunden verwirklichen zu können und sind gespannt auf deren Ideenreichtum.

Noch mehr Informationen über den Ablauf eines 3D-Fotoshootings erfährst du in diesem Video der beiden Bloggerinnen von Rain, Bows & Fairytales!

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