Fotomotiv suchen Tipps und Tricks

Motivsuche und –Inszenierung: Smarte Handgriffe für erfolgreiche Einsteiger-Fotografie

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Einfach mal die Kamera oder das Smartphone in die Hand nehmen und drauflos fotografieren: Die Ergebnisse eines solchen Ad-hoc-Shootings sind für viele Hobbyfotografen oft ernüchternd. Fragst auch du dich, wo du die coolsten Fotomotive finden kannst oder warum deine Fotos nicht so gelingen, wie gewünscht? Damit ist jetzt Schluss! Der folgende Artikel liefert dir das nötige Know-how, um mit der Kamera Fotos zu schießen, auf die du Stolz sein wirst.

Bevor der Auslöser klick macht: Wissen, was du willst

„Oh, das sieht schön aus, das fotografiere ich!“ So mögen deine Gedanken sein, wenn dir im Alltag oder Urlaub etwas Außergewöhnliches und Schönes begegnet. Um Fotos aufzunehmen, die dich auch langfristig überzeugen und glücklich machen, solltest du etwas geplanter vorgehen. Sicher hast du schon eine ungefähre Vorstellung von deinem Wunschbild. Indem du dir selbst die typischen W-Fragen stellst, ähnlich wie es ein Profifotograf vor deinem Fotoshooting im Studio machen würde, wird diese Idee konkreter. Hier sind ein paar beispielhafte Fragen, die dich deinem perfekten Foto näher bringen:

• Welche Stimmung willst du mit dem Bild ausdrücken?
• Welche Emotionen soll das Foto wecken?
• Wer wird das Bild zu sehen bekommen, wo wird es zu sehen sein?
• Welches Motiv willst du ablichten?
• Mit welchem Motiv erreiche ich die gewünschte Stimmung/wecke ich die erwarteten Emotionen?
• Wann ist die beste (Tages-/Jahres-) Zeit für das Foto und wie ist das Licht?

Fotomotive suchen und finden – der Blick über den Tellerrand

Freude, Trauer oder Euphorie: Fotos sind bildgewordene Emotionen. Doch die bewegende Stimmung eines Bildes kommt nicht von alleine, ein passendes Motiv ist unabdingbar. Motivsuche in der Fotografie ist jedoch keine Quantenphysik, sondern vor allem Erfahrung und Routine. Um ein Gefühl dafür zu entwickeln, kannst du dir bei erfahrenen Fotografen einiges abschauen. Das Durchblättern von stylischen Bildbänden in der Buchhandlung oder Werbeanzeigen in deinem liebsten Magazin schärfen dein Gespür für die Motivsuche. Achte dabei bewusst auf Posen, Bildausschnitte und das übrige Szenario und probiere es mit deiner Kamera nachzustellen. Weitere Inspiration findest du auf Foto-Blogs oder in unserem Artikel zur Frühlings-Fotografie.

Die richtige Perspektive finden: Lass deine Beine die Arbeit machen

Menschen lassen sich für ein gestelltes Foto dirigieren, bei Tieren wird das schon schwieriger. Altehrwürdige Gebäude oder Landschaften zeigen sich von deinen Motivwünschen gänzlich unbeeindruckt und bleiben an Ort und Stelle. Du merkst also: nicht das Motiv muss sich ändern, sondern alles um es herum – speziell der Fotograf. Indem du die Position wechselst – dich dem Motiv näherst oder dich von ihm entfernst – testest du aus, welcher Ausschnitt und welche Perspektive deinem Bild am besten schmeicheln. Betrachte dabei das Ziel immer durch die Kamera und scheue nicht davor, in die Knie zu gehen, auf einen Stuhl zu steigen oder auch mal auf eine Mauer zu klettern. Du wirst überrascht sein, wie du für einen anderen Blickwinkel belohnt wirst.

weibliche Fotografin macht Fotos in der Natur

Was stört hier? Das Szenario mit den Augen abscannen.

Ist dir das auch schon mal passiert? Du hältst deine neuen Fotos in der Hand und sofort springt es dir ins Auge: da steht eine Flasche auf dem Tisch, wo sie nicht sein sollte. Störende Elemente auf einem Bild sind ärgerlich und kommen leider immer wieder vor. Weil du im Nachhinein nichts daran ändern kannst, solltest du den Bildausschnitt genau abchecken, bevor du das Foto machst. Oft reicht es schon, wenn du Gegenstände umstellst oder einen Schritt nach links oder rechts machst, wenn du zum Beispiel die Steckdose an der Wand nicht mit auf dem Foto haben möchtest.

Let the light shine – zusätzliche Lichtquellen nutzen

Ein wesentlicher Faktor, um dein Lieblingsmotiv richtig zu inszenieren ist Licht. Gerade wenn du in einem Gebäude fotografierst, sind zusätzliche Lichtquellen dankbare Helfer, um noch das letzte Quäntchen aus dem Foto herauszuholen – vor allem, wenn du keinen Blitz hast. Nimm dir zum Beispiel einen Deckenfluter. Von einer weiß gestrichenen Decke wird dessen Licht weich reflektiert und erzeugt eine super Stimmung. Du kannst auch tricksen, indem du in den Einstellungen der Kamera die Werte für die Blende oder Belichtungszeit änderst. Such dir dafür ein festes Motiv und mach mit jeder Einstellung ein Foto davon – vergleiche anschließend die Ergebnisse. Nach und nach bekommst du so ein Gespür für das richtige Setting.

Quelle Titelbild: ©istockphoto.com/LDProd

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