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Smartphone-Fotografie: Foto-Tipps für bessere Bilder mit dem Handy

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Es ist stets griffbereit, nimmt kaum Platz weg und die Qualität wird immer besser: Bei vielen Menschen hat das Smartphone die herkömmliche Kamera bereits ersetzt. Die Handykamera ist klein und praktisch – für den schnellen Schnappschuss immer bereit. Doch schon mit ein paar Handy-Fotografie Tipps steigt die Qualität der Bilder. Alle gängigen Fotografen-Regeln gelten natürlich auch für die Smartphone-Fotografie. Darüber hinaus gibt es aber spezielle Foto-Tipps, die das Fotografieren mit dem Handy erleichtern. Wie fotografiert man mit einem Smartphone? Wie vermeide ich Bildrauschen? Reicht der Blitz aus? Wann lohnt sich die Serienbildfunktion? Und: Kann man mit einem Smartphone gut ein Feuerwerk fotografieren?

Das richtige Handy und Zubehör für tolle Smartphone-Fotos

Für die Wahl des passenden Smartphones für die Handy-Fotografie gilt: Ein Gerät mit maximaler Auflösung und Bildqualität wählen. Von Vorteil ist eine integrierte HDR-Funktion. Durch die sogenannten „High Dynamic Range“ bekommen die Smartphone-Fotos mehr Kontrast und knalligere Farben. Das Ergebnis: dynamische Bilder, die zum echten Hingucker werden. Ein großer Handyspeicher von mindestens 32 Gigabyte ist dabei Pflicht. Denn gerade HDR-Fotos verlangen dem Handy-Speicher einiges ab. Es gibt Smartphones, die mit einem Steckplatz für Speicherkarten ausgestattet sind. Viele Handys lassen sich zudem mit einer Cloud verbinden. Dort können die Smartphone-Fotos direkt gespeichert werden und nehmen keinen Platz auf dem Handy weg. Damit steht zahlreichen Fotos nichts mehr im Wege.

Bevor es mit dem Smartphone auf Foto-Tour geht, heißt es: Linse säubern. Schließlich ist das Handy ständig mit dabei, Dreck lagert sich schnell ab. Am besten eignet sich dafür ein Mikrofasertuch. Sandkörner lieber wegpusten, damit die Linse keine Kratzer bekommt. Beim Fotografieren das Smartphone dann nach Möglichkeit mit beiden Händen stabilisieren. Ein kleines Stativ gibt noch mehr Halt. Extra-Linsen für Fisheye-Optik oder Weitwinkel-Aufnahmen lassen sich ganz einfach vor die Linse klemmen und bringen so spannende Effekte in die Smartphone-Fotos. Aus einem einfachen Schnappschuss wird so ein Handy-Foto mit cooler Optik.

Technische Tipps für die Smartphone-Fotografie

Bei der Smartphone-Fotografie gilt: Finger weg vom Zoom der Handykamera. “Zoomen mit den Beinen” ist angesagt. Das bedeutet ganz einfach dichter an das Motiv herangehen. Denn das Smartphone verfügt meist nur über einen digitalen Zoom, der bei Verwendung für einen zu großen Qualitätsverlust sorgt. Für besondere Ereignisse wie Feuerwerk oder ein klarer Sternenhimmel heißt es: Finger weg vom Blitz und lieber die HDR-Funktion einschalten. Die Belichtung und den Fokus mithilfe der Handy-Kamera einstellen. Dazu lediglich das Motiv antippen und gegebenenfalls Lichtverhältnisse mit Schieberegler (meist mit einer Sonne oder Lampe gekennzeichnet) anpassen.

Motiv für Smartphone-Fotos richtig positionieren

Schon die alten Meister haben ihn benutzt: den goldenen Schnitt. Befindet sich das Motiv in der Mitte des Bildes, wirkt es meist statisch und langweilig. Doch mit Hilfe der Goldenen-Schnitt-Regel wird ein Raster über das Bild gelegt. Viele Smartphones blenden dieses Hilfsmittel auf Wunsch ein. Das Motiv einfach an den Schnittpunkten oder an einer der Hilfslinien positionieren. Die Bildgestaltung wirkt so gleich viel interessanter. Die vereinfachte Form für ein harmonisches Foto ist die Drittel-Regel. Das Smartphone-Raster zeigt neun gleich große Rechtecke an. Das Hauptmotiv sollte am Schnittpunkt zweier Linien liegen. So wird das Motiv aus der Mitte gerückt. Du brauchst noch die passenden Tipps für die Motivsuche? In unserem Online-Magazin für Fotografie findest du die wichtigsten Fakten auf einem Blick – auch zu anderen interessanten Fotografie-Themen.

Mehr als Smartphone-Fotos aufnehmen

Ansonsten gilt die Devise: einfache Bildkompositionen wählen und immer mehrere Fotos mit dem Smartphone schießen. Besonders bei Objekten in Bewegung bietet sich dabei die Serienbildfunktion an. Auswählen kann man später immer noch in Ruhe zu Hause am PC. Einige Kamera-Apps nehmen sogar mehrere Aufnahmen hintereinander auf und wählen dann selber das beste Bild aus. Andere wiederum erstellen aus Serienbildern eine kleine Animation.

Nicht immer zum Selfie-Stick greifen

Menschen gehören bei der Handy-Fotografie natürlich genau wie bei der klassischen Fotografie unbedingt aufs Bild – Sie machen Bilder meist erst richtig spannend. Tipp für unterwegs: Nicht immer nur das klassische Selfie machen, wenn man zu zweit oder in der Gruppe unterwegs ist. Einfach auch mal andere Urlauber oder Einheimische ansprechen und um Hilfe bitten. So bekommt man auch mal ein Bild, das nicht schräg von oben fotografiert ist und auf dem der lange Arm noch zu erkennen ist. Als Zusatz gibt es vielleicht auch noch ein nettes Gespräch.

Licht und Schatten bei der Handy-Fotografie

Auch bei Smartphone-Fotos müssen die Regeln der Sonneneinstrahlung beachtet werden. Licht von vorne ist nie eine gute Idee, das Motiv wird dann zu dunkel. Belichtungszeit, Blende, ISO-Wert und Blitz spielen bei der Smartphone-Fotografie keine Rolle. Die meisten Handykameras werden zwar immer besser, aber wenn eine richtige Lichtquelle fehlt, kommt es oft zum ungeliebten Bildrauschen. Der Trick: Einfach mit dem Finger auf das Objekt tippen, das man erhellen möchte. Den integrierten LED-Blitz bei zu wenig Licht nicht benutzen, sondern lieber eine Taschenlampe dabeihaben, um Objekte aufzuhellen. Ansonsten Ausschau nach Lampe, Fenster oder Kerze halten und dafür sorgen, dass sich die Lichtquelle hinter dem Fotografen befindet.

Nachbearbeitung: Foto-Apps bringen Pepp ins Bild

Mit dem Drücken des Auslösers ist die Arbeit des Smartphone-Fotografen längst nicht beendet. Unzählige Foto-Apps laden zur Nachbearbeitung und zum Teilen der Bilder ein. Mit Anwendungen wie zum Beispiel „Snapseed“ oder „Photo Editor+“ lassen sich die Bilder schnell zuschneiden sowie Helligkeit, Kontrast und Farbe anpassen. Wer keine HDR-Funktion im Handy hat, kann sich hierfür auch eine App runterladen. „Live HDR Camera“ oder „HDR for Free“ bringen Dynamik ins Bild. Für spannende Blickwinkel eine App mit Panorama- oder 360 Grad-Funktion aufs Handy laden. Der beliebte Miniatur-Effekt à la Tilt-Shift-Objektiv lässt sich auch ganz einfach mit Programmen wie dem „TiltShift Generator“ auf das Smartphone-Foto legen.

Smartphone-Fotos: Mit Filtern den letzten Feinschliff verpassen

Filter sind natürlich ein Muss. Fast jede Foto-App hat zahlreiche Effekte integriert. Apps mit einer großen Auswahl sind zum Beispiel „Enlight“ oder „Afterlight“. Ob Vintage-Bilder in Analog-Optik, Kunstfilter oder Schwarz-Weiß-Effekte: Für jeden Geschmack und jedes Bild gibt es das richtige Werkzeug. Wer Adobe Photoshop Lightroom benutzt, kann sich die dazugehörige App mit Filtern aufs Handy laden und die Bilder direkt mit der Creative-Cloud synchronisieren. Ansonsten gilt: Bewertungen anderer Nutzer aufmerksam lesen und einfach ausprobieren.

Wenn das Bild dann mit Effekten und Filtern bearbeitet ist, muss es nur noch sichtbar werden. Fotos in sozialen Netzwerken wie Instagram oder Facebook teilen, gehört natürlich bei der Smartphone-Fotografie dazu. Wichtig: Die passenden Hashtags nicht vergessen, damit die Bilder auch von anderen Fotografie-Begeisterten gefunden werden. Oder einem Fotokalender gestalten und die schönsten Bilder einrahmen, damit die tollen Erinnerungen nicht im digitalen Orbit verschwunden gehen. Eltern, Omas und Opas werden sich freuen!

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